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Walkman

Walkman im Jahr 1981

Sonys Walkman-Reihe im Jahr 1981, als das Unternehmen begann, neue Maßstäbe in Miniaturisierung und Glaubwürdigkeit zu setzen.

1981 arbeitete Sony bereits daran, den Walkman wirklich taschentauglich zu machen, indem das Gehäuse kleiner wurde und Klangqualität sowie Verarbeitungsintegrität erhalten blieben. Diese frühen Verfeinerungen bewiesen, dass sich das Format über seine anfänglich sperrige Form hinaus entwickeln und langfristig tragfähig sein konnte, indem Sonys Drang nach Kontrolle mit echter Nutzbarkeit ausbalanciert wurde.

WM-2

WM-2

Der WM-2 ist ein rein abspielbarer Walkman mit Hotline-Funktion und Bandwahlschalter. Es war in mehreren Farbvarianten erhältlich.

WM-3

WM-3

Der WM-3 ist ein reiner Wiedergabe-Walkman mit integrierter Mikrofonaufnahme, Hotline-Funktion, Bandwahlschalter und Links-Rechts-Balance-Steuerung.

WM-3EX

WM-3EX

Der WM-3EX war die vergoldete Premiumvariante des WM-3 und wurde 1981 als kosmetische Alternative und nicht als technische Neugestaltung auf den Markt gebracht. Unter der Oberfläche verwendete es den gleichen Nur-Wiedergabe-Mechanismus, den gleichen Bandwahlschalter und die gleiche Anordnung mit zwei Kopfhöreranschlüssen wie das Standardmodell, wobei das bekannte horizontale Gehäuse und die gleiche Bedienanordnung beibehalten wurden. Was sich änderte, war die Präsentation mit einem satingoldenen Äußeren, das den Walkman etwas näher an das Accessoire-Territorium rückte. Es spiegelt wider, wie schnell Sony erkannte, dass das Walkman mehr als nur ein Stück Audio-Hardware wurde. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gab es in der Produktpalette Platz für Versionen, die eher auf Geschmack und Präsentation als nur auf die Funktion ausgerichtet waren. Der WM-3EX ist ein kleines, aber aussagekräftiges Zeichen dafür, dass sich persönliches Audio bereits mit persönlichem Stil zu überschneiden beginnt.

WM-1

WM-1

Der WM-1 war das dritte Walkman-Modell von Sony und ein klares Zeichen dafür, dass das Unternehmen bereits damit experimentierte, wie breit die Kategorie werden könnte. Als es 1981 auf den Markt kam, folgte es nicht der miniaturisierten Richtung des WM-2, sondern nutzte stattdessen einen einfacheren Bandtransport, der von der Diktiergerätereihe von Sony übernommen wurde, in einem höheren vertikalen Gehäuse mit einer Kunststoffschale über einem Metallrahmen. Es bot zwei Kopfhöreranschlüsse für gemeinsames Hören, mechanisches Vorhören und Überprüfen, einen manuellen Bandwähler, einen Gleichstromeingang und eine bescheidene 2x30-mW-Ausgangsstufe, die alle von vier AA-Batterien angetrieben wurden. Die Bedienelemente waren vollständig analog und die Maschine wirkte eher zweckmäßig als elegant. Schon früh wurde der Walkman als Kategorie nach unten und außen gedrängt. Es war ein Test, ob persönliche Stereoanlagen in einer weniger kompakten, weniger hochwertigen Form überleben könnten, wenn das eine günstigere Erschwinglichkeit und eine einfachere Produktion bedeutete. Von dem Moment an, als der Walkman aufhörte, ein einzelnes Produkt zu sein, und sich zu einer Reihe entwickelte, fühlt sich der WM-1 wie ein etwas umständlicher, aber nützlicher Zweig an.

1981 zeigte, dass Sony das ursprüngliche Konzept schnell weiterentwickeln konnte, statt sich auf dem ersten Erfolg auszuruhen. Das Jahr öffnete den Weg für die Funktions-Ergänzungen und die Modellvermehrung, die sich bis Mitte der 1980er beschleunigen sollten. Bis Ende 1981 hatte sich der Walkman als Plattform für eine nachhaltige Weiterentwicklung etabliert, auch wenn das Tempo der Iteration bereits andeutete, wie schnell die Erwartungen steigen würden.