1983 stellte Sony Modelle für Sport und andere Einsatzzwecke vor sowie unterschiedliche Formen, die die Grenzen des Walkman-Konzepts austesteten. Die Reihe bewegte sich von einer einzigen Kernidee hin zu einer eher systemartigen Produktfamilie und spiegelte damit einen frühen Drang zur Segmentierung wider.
WM-10
Der WM-10 war einer der technisch aufschlussreichsten frühen Walkmans und das Modell, das die Miniaturisierungsambitionen von Sony auf ein wirklich radikales Terrain brachte. Er wurde 1983 auf den Markt gebracht und verfügte über ein zusammenklappbares Metallgehäuse, das sich zum Abspielen ausdehnte und zum Aufbewahren zusammenzog, sodass das Gerät im geschlossenen Zustand nur geringfügig größer als die Kassette selbst werden konnte. Um dies zu ermöglichen, verwendete Sony einen Flachmotor, ein eng integriertes Innengehäuse, eine flexible gerollte Leiterplatte, Dolby B-Rauschunterdrückung und ein Single-AA-Stromversorgungssystem, das durch einen DC-DC-Wandler verstärkt wurde. Trotz der geringen Größe unterstützte er dennoch mehrere Bandtypen und den vollständigen Wiedergabebetrieb. Der WM-10 war nicht nur deshalb wichtig, weil er kleiner war als seine Vorgänger, sondern auch, weil er die Tragbarkeit auf strukturell andere Weise löste. Dies ist einer der deutlichsten Momente, in denen der Walkman zu einem echten technischen Statement und nicht nur zu einem Erfolg in der Unterhaltungselektronik wird. Dies ist einer der Punkte, an denen die Miniaturisierung selbst Teil der Mythologie wurde.
WM-20
Der WM-20 ist ein reiner Wiedergabe-Walkman mit erweiterbarem Gehäuse.
WM-F20
Das WM-F20 war ein kompaktes, erweiterbares Radio-Walkman, das 1983 auf den Markt kam und sich eng an das Design des verschiebbaren Kassettengehäuses des WM-20 anlehnte, während es über einen integrierten Tunerbereich FM- und TV-Audio-Bänder hinzufügte. Das erweiterbare Gehäuse hielt das Gerät im geschlossenen Zustand ungewöhnlich klein, während die verstärkten Scharniere und der Schiebemechanismus so angepasst wurden, dass sie die hinzugefügte Funkhardware unterstützen. Benutzer konnten zwischen Band- und Rundfunkwiedergabe wechseln, ohne ein zweites Gerät zu benötigen, was die Attraktivität des Formats steigerte, ohne seine Funktionsweise grundlegend zu ändern. Es war weniger ein Schlagzeilenmodell als vielmehr eine intelligente Erweiterung einer Idee, von der Sony bereits wusste, dass sie Anklang fand. Nachdem sich das erweiterbare Format als erfolgreich erwiesen hatte, war es sinnvoll, es auf die mit Radios ausgestattete Seite der Produktpalette zu übertragen, für Benutzer, die den gleichen praktischen Tragekomfort haben wollten, ohne auf das Hören von Rundfunksendungen verzichten zu müssen. Modelle wie dieses sind eine gute Erinnerung daran, dass ein Großteil der Walkman-Geschichte nicht nur auf Durchbrüchen, sondern auf sorgfältigen, logischen Variationen aufgebaut ist.
WM-F5
Das WM-F5 ist ein Sports Walkman-Radiomodell mit Disc-Laufwerk, Radiotuner, zwei Kopfhöreranschlüssen und Hotline-Funktion. Es war in mehreren Farbvarianten erhältlich.
1983 war Sonys erste ernsthafte Erkundung, wie weit sich die Walkman-Idee ausdehnen ließ, ohne ihre Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Diese Experimente ebneten den Weg für die massenmarktorientierte Vermehrung von Identitäten Mitte der 1980er Jahre. 1983 positionierte den Walkman als entstehende Plattform statt als einzelnes Produkt, auch wenn die wachsende Vielfalt bereits begann, seine ursprüngliche Einfachheit aufzuweichen.