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Discman

Discman im Jahr 1997

Ein visueller Leitfaden zu Sonys Discman-Reihe im Jahr 1997, als das Format seine etablierte Position gegen frühe digitale Umbrüche behauptete.

1997 hielt Sony stetige Fortschritte bei Bedienbarkeit und Effizienz aufrecht, während dateibasierte Player begannen, mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Modelle dieses Jahres hielten den Discman ausgereift und tragfähig, ohne jedem neuen Trend hinterherzulaufen.

D-E305

D-E305

Der D-E305 stand genau an der Schwelle des visuellen und markenbezogenen Wechsels weg von der aelteren Discman-Identität, trug aber weiterhin ESP, Mega Bass und AVLS in einem Gehäuse, das bereits leichter und stärker lifestyle-orientiert wirkte. Er verhielt sich wie ein solider portabler CD-Player der Spätphase, aber das Styling hatte sich bereits deutlich von dem mechanischeren Charakter der früheren Jahre entfernt. Genau das macht ihn als Bezugspunkt so nützlich. Der D-E305 gehört zu dem Übergangsmoment, in dem der Discman noch erkennbar er selbst war, die Persönlichkeit der CD-Walkman-Ära aber bereits übernahm. Hier lässt sich diese Staffelübergabe deutlich spüren.

D-E500

D-E500

Der D-E500 markierte eine der klarsten frühen Ausprägungen der Formensprache der CD-Walkman-Ära, auch wenn das Discman-Logo in manchen Märkten noch eine Weile blieb. Sauberere Ergonomie und ein moderneres Gehäuse nahmen ihm etwas von der mechanischen Schwere aelterer Player, während sich die Kernhardware bereits in eine ruhige und vorhersehbare Form eingependelt hatte. In dieser Phase versuchte portable CD nicht mehr, auf dieselbe Weise zu beeindrucken wie früher im Jahrzehnt. Der D-E500 gehört zu jener ruhigeren Zeit, in der das Format bereits angekommen war und an den Rändern weicher wurde, kurz bevor seine breitere kulturelle Stellung zu schwinden begann. Dieses Timing gehört zu seinem Charakter.

D-T405

D-T405

Der D-T405 schloss den tunerbestückten Zweig in sehr später Form ab und kombinierte ESP-Pufferung sowie ein kompaktes Gehäuse der letzten Generation mit eingebautem FM-Radio, das fast vollständig auf Bequemlichkeit ausgerichtet war. Er wollte die Hybrididee nicht neu erfinden, sondern nur noch eine weitere vernünftige Version liefern, nachdem die Grundformel bereits verfeinert worden war. Gerade das macht ihn zu einem passenden späten Modell. Der D-T405 gehört nicht deshalb ans Ende der Tuner-Discman-Linie, weil er etwas Radikales tut, sondern weil er es nicht mehr muss. Er führt diesen Zweig schlicht zu seinem natürlichen Abschluss.

1997 half dem Discman, seinen Platz als vertrauenswürdiges tragbares Digitalgerät zu verteidigen. Die Reihe ging geschmeidig in ihr Schlusskapitel über, doch die Starrheiten des Formats wurden immer schwerer zu ignorieren.

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