1998 WM-EX9
Der WM-EX9 war Sonys letztes analoges Wiedergabegerät der Spitzenklasse Walkman in der EX-Reihe und einer der klarsten Versuche der Spätzeit, die Portabilität von Kassetten so elegant und eigenständig wie möglich erscheinen zu lassen.
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1998 hatte Sonys Oekosystem fuer tragbares Audio einen Punkt relativer Stabilitaet erreicht. MiniDisc war nicht mehr experimentell. Das Format war zu einem vollstaendigen System mit verfeinerter Hardware und klarem Nutzen gereift, besonders in Maerkten, in denen seine Vorteile verstanden wurden. Gleichzeitig blieben Discman und Kassetten-Walkman tief im alltaeglichen Hoeren verankert.
Diese Stabilitaet verdeckte jedoch eine tiefere Verschiebung. Das traditionelle Modell des tragbaren Audios beruhte noch immer auf physischen Medien, ob Band, Scheibe oder magnetooptischer Datentraeger. Doch neue Formen digitalen Audios tauchten bereits auf, losgeloest von jedem einzelnen physischen Format. Fruehe MP3-Player und computerbasierte Musikspeicherung fuehrten eine andere Idee ein: Musik konnte unabhaengig vom Geraet existieren, das sie abspielte.
1998 ist nicht durch den eigentlichen Umbruch definiert, sondern durch den Moment unmittelbar davor. Sony hatte erfolgreich mehrere tragbare Audiosysteme gleichzeitig aufgebaut und erhalten, jedes davon verfeinert und breit genutzt. Aber die Grundlagen dieses Modells begannen sich zu veraendern. Die naechste Phase des persoenlichen Audios wuerde nicht mehr nur von Formaten bestimmt werden, und 1998 gehoert zu den letzten Jahren, in denen die alte Struktur noch zusammenhielt.
Der WM-EX9 war Sonys letztes analoges Wiedergabegerät der Spitzenklasse Walkman in der EX-Reihe und einer der klarsten Versuche der Spätzeit, die Portabilität von Kassetten so elegant und eigenständig wie möglich erscheinen zu lassen.
Der WM-EQ7 war ein Low-End-Kassettengerät der Beans-Serie Walkman, das das charakteristische abgerundete Kunststoffgehäuse und das helle, durchscheinende Design der Linie beibehielt und gleichzeitig das Gesamtpaket zu einem einfachen Player für den gelegentlichen Gebrauch vereinfachte.
Der D-E808 verfeinerte denselben Ansatz weiter durch kleine Verbesserungen bei Ergonomie, Displayklarheit und Gesamthandling und hielt das Anti-Skip-System sowie den Audiopfad im Wesentlichen auf dem Niveau der höheren Modelle seiner Umgebung.
Der MZ-R55 war ein MiniDisc-Recorder, der die Plattform in Richtung kleinerer Bauform und besserer Effizienz verschob, ohne die vollständige Aufnahmefähigkeit aufzugeben.
Der MZ-E45 war eine Variante derselben ergonomischen Plattform, die das gebogene Bedienlayout weiterführte und kleine Verfeinerungen für den Alltag ergänzte.