1995 teilte Sony die Reihe bewusst in engere, selbstbewusste Segmente auf, die direkt zu unterschiedlichen Nutzergruppen sprachen. Aus der einst einheitlichen Idee wurden viele klar unterscheidbare Angebote, jedes mit eigenem Charakter und eigener Preisposition.
WM-EX811
Bei der WM-EX811 handelte es sich um eine erstklassige Kassette der EX-Serie Walkman mit einem dünnen Metallgehäuse, Soft-Touch-Logiksteuerungen und einer robusten Schiebeabdeckung, die die Tasten bei Bewegung und Transport schützte. Es kombinierte Auto-Reverse-Wiedergabe, Dolby B-Rauschunterdrückung, AMS, Leersprung, Haltesperre, AVLS und eine hochentwickelte LCD-Fernbedienung mit Hochgeschwindigkeits-Musiksuche, während der automatische Bandwähler und das kompakte Batteriesystem dazu beitrugen, das Gerät schlank zu halten, ohne es zerbrechlich zu machen. Das Ganze war auf kontrolliertes Handling ausgelegt. Der Schiebedeckel ist hier der eigentliche Hinweis. Hier geht es weniger um einen funktionsreichen Player als vielmehr um eine Maschine, die auf Reibungsreduzierung ausgelegt ist: weniger versehentliches Drücken, einfachere Navigation, sauberer Transport. Beim EX811 fühlt es sich an, als würde das Kassettendesign von Sony gleichzeitig entschlossener und selbstbewusster werden, was genau das ist, was diese späten Premium-Modelle erhaltenswert macht.
WM-EX911
Der WM-EX911 ist ein reiner Wiedergabe-Walkman mit erweitertem DBB, Leerstellenübersprung, Musiksensor und automatischer Lautstärke. Es verwendet ein Hybrid-AA- und Gumstick-Energiesystem.
WM-FX2
Der WM-FX2 war der mit Radio ausgestattete Begleiter des WM-EX2, nutzte die gleiche kompakte Standkassettenplattform und integrierte einen digitalen AM/FM-Tuner mit AM-Stereo-Fähigkeit und World-Tuner-Logik. Es behielt Auto-Reverse, Dolby B-Rauschunterdrückung, Extended Dynamic Bass Boost, AVLS, AMS, Blank Skip und Remote-Unterstützung bei, während ein phosphoreszierendes LCD-Panel hinzugefügt wurde, das auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut lesbar blieb. Das Metallgehäuse und die flexible Batterieanordnung wurden von der Nicht-Radio-Version übernommen und bewahren trotz der zusätzlichen Tuner-Hardware das gleiche praktische Late-EX-Feeling. Was den FX2 so gut macht, ist, dass er sich nicht wie ein separates Tuner-Experiment anfühlt, sondern wie die natürliche Radioversion einer bereits kohärenten Wiedergabemaschine. Zu diesem Zeitpunkt war Sony sehr gut darin, diese parallelen Familien aufzubauen, und der FX2 ist ein gutes Beispiel für diese Reife. Es handelt sich um ein Produkt, das auf der Annahme basiert, dass Benutzer sowohl Band- als auch Rundfunkzugriff wünschen, ohne groß über den Unterschied nachdenken zu müssen.
WM-FX822
Der WM-FX822 war ein mit Funk ausgestatteter Walkman aus dem Jahr 1995, bei dem die Klarheit der Benutzeroberfläche wichtiger war als absolute Schlankheit. Er verfügte über ein großes LCD-Display und übergroße Fronttasten, um die Bedienung beim Gehen, auf Reisen oder bei der gelegentlichen Verwendung des Players zu erleichtern. Es umfasste Auto-Reverse, Dolby B-Rauschunterdrückung, Extended Dynamic Bass Boost, AVLS, AMS und einen digitalen FM/AM/TV-Tuner mit automatischer Voreinstellung, aber eine der ungewöhnlicheren Ergänzungen war ein eingebauter Timer-Alarm, der in Zehn-Minuten-Schritten einstellbar war. Das Metallgehäuse sorgte dafür, dass es sich solide anfühlte, auch wenn die Steuerungsanordnung deutlicher auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet war. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass Sony den Walkman als etwas behandelt, das mit den Rhythmen des täglichen Lebens koexistieren muss, anstatt nur Kassetten und Radio abzuspielen. Beim FX822 ging es nicht darum, das dünnste oder technischste Tuner-Modell zu sein, sondern um eines, das am einfachsten zu betrachten und ohne großen Aufwand zu bedienen ist. Es wirkt wie eine Maschine, die eher auf Unterbrechung, Routine und schnellen Gebrauch als auf stille Bewunderung ausgelegt ist.
WM-GX711
Der WM-GX711 war ein voll ausgestatteter Walkman für Radioaufnahmen aus dem Jahr 1995, der ganz oben im GX-Zweig von Sony stand und Kassettenwiedergabe und -aufnahme mit einem digitalen FM/AM/TV-Receiver mit Welttuner, Dolby B-Rauschunterdrückung, Auto-Reverse, Extended Dynamic Bass Boost, AVLS, Blank Skip, AMS und einem hintergrundbeleuchteten LCD kombinierte Schnittstelle. Für eine bessere Sprachaufnahme wurde ein externes Stereomikrofon mitgeliefert, während die seitlich angebrachte Eingangsanordnung und die flexible Batterieanordnung seine Rolle als ernsthafter tragbarer Rekorder und nicht nur als Musikplayer mit zusätzlicher Aufnahmetaste untermauerten. Dies ist eines dieser GX-Modelle der späten Ära, bei denen Sony eindeutig versuchte, die Idee des Walkman als aktives Medientool beizubehalten. Der GX711 wurde für Benutzer entwickelt, die dennoch Ton, Radio und Sprache in einem kompakten Objekt erfassen möchten, ohne auf einen separaten Feldrekorder umsteigen zu müssen. Ab dem Zeitpunkt, an dem es bei Kassetten nicht mehr nur um die Wiedergabe ging, liest es sich wie ein ausgereiftes All-in-One-Gerät.
WM-WX1
Der WM-WX1 war das letzte Modell in Sonys WX-Funkkassettenreihe, die 1995 als Abschluss des langjährigen Experiments des Unternehmens mit kabellosen tragbaren Geräten auf den Markt kam. Das bekannte drahtlose Kopfhörersystem, Auto-Reverse-Wiedergabe, Dolby B-Rauschunterdrückung, automatischer Musiksensor, AVLS und Extended Dynamic Bass Boost wurden in einem kompakten, aufrechten Metallgehäuse mit sichtbarem Bandfenster beibehalten. Beim Gesamtpaket ging es weniger um die Einführung eines neuen drahtlosen Konzepts als vielmehr um die Verfeinerung des Konzepts, das Sony bereits seit Jahren iterierte. Es fühlt sich weniger wie ein Anfang als vielmehr wie ein würdevolles Ende an. Mitte der 1990er-Jahre hatte Sony klar entschieden, dass Sonys drahtlose Kassetten-Walkman-Linie ein Nischenzweig und nicht die Mainstream-Zukunft bleiben würde, aber das Unternehmen gab ihm dennoch einen letzten, voll ausgestatteten Abschied. Es ist das Ende einer der seltsameren und charmanteren Nebenstrassen der Walkman-Familie.
1995 war der Punkt, an dem der Walkman zu einer bewussteren und selbstinszenierteren Produktfamilie wurde. Die gezielten Segmente bereiteten die Marke auf den Zusammenstoß zwischen perfektionierter analoger Technik und der sich beschleunigenden digitalen Verschiebung vor. 1995 ließ die Kategorie bewusst geteilt zurück, wobei jede Linie ihre eigene klare Identität trug, eine erfolgreiche Strategie, die zugleich bedeutete, dass der Walkman nicht mehr nur eine einzige Sache war.

