2002 D-CJ01
Der D-CJ01 markierte Sonys ersten ernsthaften Versuch, MP3-Wiedergabe von CD-R im Alltag wirklich praktikabel zu machen.
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2002 hatte Sonys digitales Audiosystem einen Punkt voller Reife erreicht. Geraete, Software und Formate waren eng miteinander verzahnt und bildeten einen kompletten Ablauf, der Computer und portable Player schnell und praezise verband. Technologien wie NetMD verbesserten die Uebertragungsleistung, waehrend neue Hardware die Tragbarkeit und die Akkulaufzeit weiter verfeinerte.
Gerade diese Reife legte aber auch die Grenzen des Systems offen. Musik konnte sich nicht frei bewegen. Dateien mussten in ATRAC umgewandelt, ueber bestimmte Software verwaltet und durch Rechtebeschraenkungen eingehegt werden. Was als kontrolliertes Oekosystem gedacht war, wirkte zunehmend starr, zumal offenere Formate wie MP3 ausserhalb von Sonys Umgebung weiter an Boden gewannen.
2002 ist nicht durch technischen Fortschritt gekennzeichnet, sondern durch die wachsende Luecke zwischen Systementwurf und Nutzererwartung. Sony hatte eines der fortschrittlichsten digitalen Audio-Oekosysteme aufgebaut, doch es verlangte von den Nutzern, dessen Regeln zu akzeptieren. Gleichzeitig wurden andere Ansaetze einfacher und flexibler. Von hier an stand nicht mehr die Frage im Vordergrund, wie leistungsfaehig Sonys System war, sondern ob die Menschen darin bleiben wollten.
Der D-CJ01 markierte Sonys ersten ernsthaften Versuch, MP3-Wiedergabe von CD-R im Alltag wirklich praktikabel zu machen.
Der MZ-N10 war ein NetMD-Flaggschiff-Recorder, der vollständige Aufnahmefähigkeit und frühe Computer-Integration in einem kompakten, in sich geschlossenen Design zusammenführte.
Der MZ-E10 war ein MiniDisc-Player der Spitzenklasse, der auf extreme Miniaturisierung ausgelegt war und das Format an seine physischen Grenzen führte.
Der NW-MS10 war ein Memory Stick Walkman der zweiten Generation in der Linie nach dem NW-MS7.