1990 begann Sony, den Discman weniger als technische Vorführung und mehr als etabliertes Verbraucherprodukt zu behandeln. Feine Verbesserungen bei Bedienung und Batteriemanagement verstärkten den Eindruck, dass digitale Tragbarkeit angekommen war.
D-66
Der D-66 war einer der ersten Discmans, die sich im modernen Sinn wirklich kompakt anfühlten. Sony verschlankte das Gehäuse drastisch und ersetzte die aeltere Klammeranordnung durch ein Drei-Kugel-Spindelsystem, woraus eine Maschine entstand, die deutlich leichter in Tasche oder Jackentasche glitt und dennoch die uebliche Programmierung, Repeat-Modi, Displayfunktionen, Mega Bass und optionale Fernbedienungsunterstützung beibehielt. Jahre der Miniaturisierung steckten zu diesem Zeitpunkt bereits in der Linie, aber nicht alles davon hatte sich in etwas übersetzt, das die Leute tatsächlich tragen wollten. Beim D-66 beginnt dieser Aufwand überzeugend praktisch statt nur technisch um seiner selbst willen zu wirken. Er half dabei, den Discman von geschrumpften Heimdecks weg und hin zu etwas natürlicher Persönlichem zu bewegen.
D-99
Der D-99 war ein tragbarer Premium-CD-Player aus dem Jahr 1990, der ein Aluminiumgehäuse mit früher 1-Bit-Umwandlung, starker Verstärkung und einer klareren Gesamtdarstellung als die meisten Modelle seines Jahres kombinierte. Es stand weit oben in der Produktpalette und wurde eindeutig mit mehr Augenmerk auf Klang und Verarbeitung als auf Neuheiten oder eine Überfrachtung mit Funktionen gebaut.
D-303
Der D-303 war 1990 ein tragbarer CD-Player der Spitzenklasse, der ein Vollmetallgehäuse, 1-Bit-Wandlung, einen optischen Digitalausgang und einen ungewöhnlich starken Kopfhörerbereich in einem Gehäuse vereinte, das kompakt genug war, um tatsächlich die Bezeichnung „tragbar“ zu rechtfertigen. Sony hat ihm Hardware verpasst, die normalerweise zu größeren Maschinen gehört, und es in ein Design verpackt, das immer noch eher gelöst als experimentell wirkt.
D-T66
Der D-T66 nahm die kompakte D-66-Plattform und fügte einen eingebauten AM/FM-Tuner hinzu, ohne das schlanke Gehäuse plump oder überarbeitet wirken zu lassen. Er behielt dasselbe Spindelsystem und dieselben Proportionen bei, integrierte das Radio aber natürlich in die Maschine, wobei das Kopfhörerkabel als Antenne diente und der gesamte Player sich mehr wie ein echtes All-in-One-Portable verhalten konnte als frühere Hybridversuche. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Discman bereits stärker in Richtung gewöhnlicher Alltagsnutzung geschoben statt nur auf isolierte Disc-Wiedergabe beschränkt zu bleiben. Der D-T66 funktioniert, weil sich der Tuner wie eine natürliche Erweiterung der Maschine anfühlt statt wie eine nachträglich angeschraubte Funktion. Solche Flexibilität wurde immer wichtiger.
1990 hatte die Kategorie viel von ihrer frühen Unbeholfenheit abgelegt. Dieser Wandel gab Sony Raum, sich auf Feinschliff und Alltagstauglichkeit zu konzentrieren, auch wenn sich im Hintergrund bereits erste Hinweise auf dateibasierte Alternativen abzeichneten.
