2006 war MiniDisc zu einem Nischenformat geworden, da sich der größte Teil des Marktes in Richtung Solid-State-Player und digitale Downloads verlagerte. Die verbliebenen Modelle zielten weniger darauf, neue Hörer zu gewinnen, als vielmehr darauf, Menschen zu bedienen, die direkte Aufnahme, Bearbeitung und die Disziplin des Arbeitens mit Discs weiterhin schätzten.
MZ-RH1
Der MZ-RH1 war ein abgespeckter NetMD-Recorder, der auf der USB-Übertragung basiert und nahezu alle herkömmlichen Aufnahmepfade entfernt, die frühere MiniDisc-Geräte kennzeichneten. Optische und Line-Eingänge fehlen, so dass die Computerübertragung die primäre Möglichkeit ist, Audio auf eine Disc zu übertragen.
MZ-M200
Der MZ-M200 wurde in den USA unter einem anderen Namen vermarktet und entspricht direkt Sonys letztem MiniDisc-Spitzenrecorder. Er kombiniert den vollständigen Hi-MD-Funktionssatz mit einer erweiterten Integration zwischen dem Gerät und computerbasierten Workflows. Hi-MD unterstützt sowohl komprimierte als auch unkomprimierte Aufnahmeformate einschließlich Linear PCM, während die USB-Konnektivität Hochgeschwindigkeits-Dateiübertragung in beide Richtungen ermöglicht. Alle wichtigen Eingangsarten sind vorhanden, darunter Mikrofon, Line und optisch. Die Stromversorgung erfolgt über einen wiederaufladbaren Lithium-Polymer-Akku, der auf höhere Kapazität in kompakter Form ausgelegt ist. Er vereint den vollständigen MiniDisc-Funktionssatz in einem einzigen Gerät und markiert damit den Endpunkt der tragbaren Entwicklung des Formats.
Bis 2006 stieß MiniDisc an die praktische Grenze dessen, was weitere Verfeinerung noch erreichen konnte. Sein langes Leben sagt noch immer viel über die Stärke von Sonys Denken in physischen Medien aus, auch wenn die Branche längst einen anderen Weg gewählt hatte.
