2005 ging Sony noch tiefer in die Software hinein, als es versuchte, Disc-Aufnahmen nahtloser mit computerbasierten Musikbibliotheken zu verbinden. Bessere Verwaltungswerkzeuge halfen Menschen dabei, größere Sammlungen zu organisieren, während zugleich jene physischen, haptischen Qualitäten erhalten blieben, die MiniDisc immer von reiner Dateiwiedergabe unterschieden hatten.
MZ-EH50
Der MZ-EH50 war ein Hi-MD-Player der Einstiegsklasse, der eher auf einfache Wiedergabe als auf Aufnahme oder fortgeschrittene Steuerung ausgelegt war. Seine Kunststoffkonstruktion hält das Gewicht niedrig, signalisiert aber zugleich seine Position unterhalb der verfeinerteren Modelle. Die Hi-MD-Kompatibilität erlaubt die Wiedergabe sowohl normaler MiniDiscs als auch Hi-MD-Discs mit höherer Kapazität und unterstützt komprimierte ATRAC-Modi sowie unkomprimiertes PCM-Audio. Das Laden erfolgt ausschließlich über ein Dock. Eine beleuchtete Jog-Dial-Fernbedienung bietet Navigation und Wiedergabesteuerung.
MZ-EH70
Der MZ-EH70 war ein hochwertigerer Hi-MD-Player, der Klangverarbeitung und Wiedergabesteuerung stärker betonte als Aufnahmefähigkeit. Seine Metallkonstruktion verbessert Steifigkeit und Haltbarkeit. Der interne Digitalverstärker arbeitet zusammen mit Klangverarbeitungsfunktionen wie Virtual-Surround-Effekten und einem Mehrband-Equalizer. Die Anpassung der Wiedergabegeschwindigkeit erlaubt es, Audio zu verlangsamen oder zu beschleunigen. Zum Lieferumfang gehörende Zubehörteile wie Ladeständer und Fernbedienung positionieren ihn als vollständiges Wiedergabesystem.
MZ-EH930
Der MZ-EH930 war ein kompakter Hi-MD-Player für längere Hörsitzungen und kombinierte einen wiederaufladbaren internen Akku mit optionaler AA-Seitenerweiterung. Dieser doppelte Energieansatz erlaubt es, die Laufzeit bei Bedarf zu verlängern. Die Hi-MD-Kompatibilität stellt die Wiedergabe sowohl normaler MiniDiscs als auch höherkapazitiver Discs sicher und umfasst komprimierte Formate ebenso wie unkomprimierte Aufnahmen. Das Gerät bleibt ein reines Wiedergabegerät. Geladen wird über ein Dock, und das mitgelieferte Zubehör bildet ein vollständiges tragbares Setup.
MZ-DH10P
Der MZ-DH10P war ein Hybriddesign, das tragbare Audioaufnahme mit digitaler Fotografie verband und zwei Funktionen kombinierte, die sich in spezialisierten Geräten nur selten überschneiden. Eine eingebaute 1,3-Megapixel-Kamera speichert Standbilder direkt auf Hi-MD-Discs und macht das Gerät damit zugleich zu einem Recorder und einem Wechsel-Speichersystem. Hi-MD erweitert die Kapazität und ermöglicht höherwertige Aufnahmemodi wie Linear PCM neben komprimierten Formaten. Der Audioeingang ist vollständig auf USB-Übertragung beschränkt, wodurch traditionelle Aufnahmewege wie Mikrofon-, Line- oder optischer Eingang entfallen. Das Fehlen analoger und digitaler Eingänge macht Aufnahmen vollständig von Software und Dateiübertragung abhängig.
MZ-DN430
Der MZ-DN430 war ein stark vereinfachter NetMD-Recorder, der um USB-Übertragung herum aufgebaut war und fast alle traditionellen Aufnahmewege früherer MiniDisc-Geräte entfernte. Optische und Line-Eingänge fehlen, sodass der Computertransfer der wichtigste Weg blieb, Musik auf eine Disc zu bringen. NetMD ermöglicht die Hochgeschwindigkeitsübertragung komprimierter Audiodaten vom PC, und ein einfacher Mikrofoneingang bleibt erhalten, jedoch ohne die Flexibilität oder Kontrolle hochwertigerer Recorder. Die Stromversorgung erfolgt über eine einzelne AA-Batterie ohne dedizierten Ladeanschluss oder externen DC-Eingang. Das Fehlen eines Fernbedienungsanschlusses vereinfacht das Design zusätzlich. Insgesamt wirkt die Hardware deutlich reduziert und ganz auf die Brücke zwischen Computer-Audio und MiniDisc-Wiedergabe zugeschnitten.
MZ-RH10
Der MZ-RH10 war ein kompakter Hi-MD-Recorder, der darauf ausgelegt war, volle Aufnahmefahigkeit mit geringerer Grosse auszubalancieren. Trotz seiner kleineren Grundflache behalt er einen vollstandigen Satz an Eingangen, darunter Mikrofon-, Line- und optische Anschlusse. Hi-MD erhoht den verfugbaren Speicher und unterstutzt mehrere Aufnahmemodi von komprimierten Formaten bis hin zu Linear PCM. Der optische Eingang ermoglicht direkte digitale Aufnahmen. Die USB-Konnektivitat erlaubt Hochgeschwindigkeitsubertragung zwischen Gerat und Computer.
MZ-RH710
Der MZ-RH710 war ein voll ausgestatteter Hi-MD-Recorder, der ein traditionelles Aufnahme-Layout beibehielt und zugleich neuere digitale Fähigkeiten integrierte. Er unterstützt Mikrofon-, Line- und optische Eingänge und ermöglicht damit Aufnahmeszenarien von Sprachaufnahmen bis zu direkten digitalen Transfers. Hi-MD erweitert die Speicherkapazität und führt Unterstützung für höherwertige Aufnahmemodi einschließlich Linear PCM ein. Die Einbindung eines Digitalverstärkers beeinflusst die Wiedergabe durch Signalverarbeitung nach dem Decodieren. Eine beleuchtete Fernbedienung bietet Zugriff auf die Bedienelemente, ohne auf die Oberfläche des Hauptgeräts angewiesen zu sein.
MZ-RH910
Der MZ-RH910 war ein Premium-Hi-MD-Recorder, der auf Materialien, Kontrolle und Aufnahmeflexibilität ausgelegt war. Das Metallchassis erhöht die strukturelle Steifigkeit und trägt zugleich zur Wärmeableitung bei längerem Betrieb bei. Die vollständige Eingangsunterstützung erlaubt Aufnahmen von Mikrofon-, Line- und optischen Quellen. Die Hi-MD-Unterstützung umfasst Linear-PCM-Aufnahmen. Erweiterte Bearbeitungsfunktionen ermöglichen Titelmanipulation direkt am Gerät. Seine Rolle ist klar als Spitzen-Recorder definiert, der Verarbeitungsqualität mit einem vollständigen Funktionssatz verbindet.
Die Reihe von 2005 zeigt, wie stark Sony weiterhin daran glaubte, dass ein gut gemachtes physisches Format etwas Eigenständiges zu bieten hatte. Sie zeigt auch, wie viel laufende Anpassung inzwischen nötig war, nur um dieses Argument sichtbar zu halten.

