1989 trieb Sony Kassettenmechanik, Ergonomie und Klangqualität auf ihre höchsten analogen Niveaus. Die Reihe bewegte sich noch vollständig in der Kassettenwelt und spürte doch bereits den kommenden Wandel.
WM-701S
Der WM-701S war ein High-End-Walkman für die reine Wiedergabe, der auf einem schlanken Metallgehäuse und einem ausgereifteren Funktionsumfang der späten Generation aufbaute und Auto-Reverse, Dolby B und C-Rauschunterdrückung, EX Amorphous head, Extended Dynamic Bass Boost und Logiksteuerung in einem kompakten Gehäuse kombinierte. Das starre Metallgehäuse verstärkte das Gefühl von Präzision und Beständigkeit, während das widerstandsfähigere Kopfmaterial und die verbesserte Rauschunterdrückung ihn deutlich über Sonys einfacheren Alltagsplayern ansiedelten. Es war eine kompakte Maschine, aber keine Alltagsmaschine. Er zeigt, wie Sony von bahnbrechender Technik zur Verfeinerung als Luxus überging. Der 701S war nicht so radikal wie frühere Meilensteine der Miniaturisierung, markierte aber eine Phase, in der das Unternehmen die Kassetten-Walkmans zu etwas Dichterem, Saubererem und Selbstbewussterem aufpolierte. Er wirkt wie ein Produkt aus einer Linie, die bereits genau wusste, was sie sein wollte.
WM-DD9
Der WM-DD9 ist ein rein abspielbarer Walkman zum 10-jährigen Jubiläum mit Disc-Laufwerk, Dolby B/C, Quarzsperre und amorphem Kopf. Es verwendet ein Hybrid-AA- und Gumstick-Energiesystem.
WM-F18
Das WM-F18 war ein größeres, kompaktes Radio-Walkman, der FM/AM-Empfang mit Kassettenwiedergabe in einem Gehäuse kombinierte, das Platz für die Steuerung, Batteriekapazität und Benutzerfreundlichkeit gegenüber extremer Miniaturisierung bevorzugte. Verglichen mit den schlankeren Pocket-First-Modellen der anderen Produktreihe wirkte es robuster und einfacher zu bedienen, da der Tuner und die Transportmöglichkeiten entspannter und zugänglicher angeordnet waren. Es war ein Radioplayer, der sich nicht besonders bemühte, zu verschwinden. Der F18 schlägt vor, dass Sony immer noch Platz für etwas größere, einfacher zu handhabende Radio-Walkman schafft, auch wenn die Miniaturisierung anderswo weitergeht. Nicht jedes tragbare Gerät musste winzig sein, um Sinn zu machen.
1989 war das letzte Jahr, in dem der Walkman rein unter analogen Vorzeichen perfektioniert werden konnte. Dieser Höchststand der Verfeinerung schuf jene Spannung, die die 1990er zwischen einem perfektionierten alten Format und einem aufkommenden neuen prägen sollte. Bis zum Jahresende stand die Kategorie auf ihrem analogen Zenit, während die Zukunft bereits am Horizont sichtbar wurde und Sony dazu zwang, zu entscheiden, wie lange es das bald überholte System noch perfektionieren wollte.
